Das Buch der Mormonin: Bis(s) zur Mittagsstunde

Bis(s) zur MittagsstundeStephenie Meyer:
Bis(s) zur Mittagsstunde

Es war einmal eine Mormonin, die einen Vampirroman schrieb, der so erfolgreich wurde, dass es bereits drei Fortsetzungen und ein überaus erfolgreichen Kinofilm gibt. Und die sind nicht unumstritten. Die Welt z.B. nannte Meyers Vampirbücher „ein 1500 Seiten langes… Plädoyer für den vorehelichen Triebverzicht“ und „modern, übersexualisiert… und unemanzipatorisch“.  Weitere nicht minder kritische Stimmen finden sich bei Meyers Wikipedia-Eintrag.

Das war so mit das Erste, was ich von der Twilight-Reihe gehört habe und als Fan von Vampirromanen war meine Neugierde geweckt.  Den ersten Band “Bis(s) zum Morgengrauen hab ich Ende letzten Jahres gelesen – und war enttäuscht. Das Buch ist extrem auf eine weibliche Zielgruppe ausgerichtet; sehr klischeehaft und vorhersehbar. Der Inhalt ist schnell erzählt: Die 17jähige Bella Swan verliebt sich in den geheimnisvollen Mitschüler Edward Cullen. Der entpuppt sich als “guter” Vampir, der sich ausschliesslich tierisch ernährt, dennoch starke Bedenken hat, seinen Gefühlen für eine sterbliche nachzugeben. Für den Leser steht es dabei außer Frage, dass sich beide auf dem Weg zum Happy End sind. Einziges Hindernis auf dem Weg dahin: es tauchen “böse” Vampire auf (richtig, die ernähren sich von echtem Menschenblut) und einer bringt Bella in seine Gewalt, doch Edward naht schon zur Rettung. Hier verstehe ich Stephenie Meyers nicht: diese Szene hat sehr viel Potenzial und hätte etwas Action in die ansonsten gefährlich nahe am Kitsch treibende Story bringen können. Doch Meyer lässt Bella bewußtlos werden und als wir wenig später gemeinsam mit ihr im Krankenhaus zu Bewußtsein kommen ist alles schon vorbei…

Da mag man sich die Frage stellen, warum ich Band 2 “Bis(s) zur Mittagsstunde” überhaupt gelesen habe. Nun ich bin eben ein Serientäter und trotz allem sind mir die Charakteren irgendwie ans Herz gewachsen und man interessiert sich für ihr weiteres Schicksal. Was wiederum und erneut schnell erzählt ist: Bella liebt Edward, Edward liebt Bella, hat aber große moralische Bedenken und Sorge um ihr Seelenheil. Da trifft es sich gut, dass er und seine Familie die Stadt verlassen müssen, sind sie doch schon zu lange in der Stadt und fürchten entdeckt zu werden. Bella ist am Boden zerstört und erst der Indianerjunge Jack Black hilft ihr zurück ins Leben (wobei sie Edward natürlich nie vergisst). Als sich Jack plötzlich zurückzieht stellt Bella sich die Frage, ob sie womöglich mehr für ihn emfindet. Wie sich herausstellt ist er ein Werwolf (der natürliche Feind des Vammpirs)  und hat sich aus Angst um Bella von ihr zurückgezogen. Wenig später tauchen erneut “böse” Vampire auf und durch eine Verkettung unglücklicher Umstände erfährt Edward, dass Bella gestorben sei. Ist sie natürlich nicht, aber diesmal ist es an Edward am Boden zerstört zu sein und er macht sich auf nach Italien, um bei einem mächtigen Vampirclan seinen Tod zu erbeten. Diesmal muss Bella sich beeilen, um Edward zu retten… Das Ende kann man sich vorstellen…und ich werde zu gegebener Zeit berichten, wie es den beiden in Band 3 ergeht.

Gelesen: 20.02. – 27.02.
Seiten total: 558
Seiten/Tag: 69,75
Gelesene Seiten 2009: 2.585

Kinotrailer zur Verfilmung von Band 1 “Twilight: Bis(s) zum Morgengrauen”

Update 03.06.09: Der Trailer zum zweiten Teil “New Moon”

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