Jay Asher: Tote Mädchen lügen nicht
Das Buch war für mich eine große Enttäuschung, evtl. bin ich aber einfach nur zu alt dafür, denn eigentlich handelt es sich um ein mehrfach ausgezeichnetes und sehr erfolgreiches Jugendbuch.
Ich glaubte also gar keinen Fehler machen zu können, als ich es gekauft habe, zumal auch der Klappentext sehr vielversprechend klang:
„Als Clay nach Hause kommt, findet er ein Päckchen mit 7 Kassetten vor. Er legt die erste in einen alten Kassettenrekorder und hört die Stimme von Hanna Baker, Hannah, für die er heimlich schwärmte. Hanna, die sich vor zwei Wochen umgebracht hat. Mit Hannahs Stimme im Ohr wandert Clay durch die Nacht, und was er hört, lässtihm den Atem. 13 Gründe haben zu Ihrem Selbstmord geführt, 13 Personen hatten ihren Anteil daran. Clay ist einer davon …“
Für meinen Geschmack ist das Buch auf emotionaler Ebene zu reißerisch. Die Selbstmordmotive von Hanna (Opfer eines schlechten Rufes/Mobbings durch die Mitschüler) und auch die Selbstzweifel von Clay wirken auf mich zu konstruiert. Und letztlich komme ich nicht darüber hinweg, dass sich eine Selbstmord-Kandidatin die Zeit nehmen soll, sieben Kassetten aufzuzeichnen und einen Plan austüftelt, um sicherzustellen, dass sie posthum mit ihren Peinigern “abrechnen” kann.
Sorry, too much für mich. Aber vielleicht sind das auch die wahren Gefühle der Teenager und ich bin einfach zu alt, um das nachvollziehen zu können.
Gelesen: 26.08.-29.08
Seiten total: 283
Seiten/Tag: 70,75
Gelesene Seiten 2009: 11.387