Und wieder so ein Buch, wo man den Verlag wegen des deutschen Titels verklagen möchte. Lest einfach meine Zusammenfassung und entscheidet dann selbst, welchen der beiden Titel ihr für den besseren haltet.
Joe Hill hatte ich schon seit längerem auf meiner Watchlist, irgendwo hatte ich eine gute Besprechung zu einem seiner Bücher gelesen und auch wenn er es nicht groß heraushängen lässt: er ist ein Sohn von Stephen King und das hat mein Interesse noch mal zusätzlich angeheizt.
In „Blind“ geht es um den alternden Rockstar Judas Coyne, der neben jungen Frauen auch makabere Souvenirs sammelt und nicht lange zögert, als im Internet ein Geist zur Versteigerung angeboten wird. Der Geist sei mit einem Anzug verbunden, der Judas als Käufer auch unmittelbar nach der Transaktion geliefert wird – und zwar in einer herzförmigen schwarzen Geschenkpackung.
Es kommt wie es kommen muss: der Geist ist real, es geschehen seltsame Dinge im Haus und schließlich kommt es zur ersten Sichtung…
Judas beginnt zu recherchieren und muss mit erschrecken feststellen, dass er Opfer eines Tricks wurde. Die Auktion war nur für ihn sichtbar und niemand geringeres als die Schwester einer seiner verflossenen Groupies hat sie für ihn inszeniert. Das Mädchen Florida(er nennt seine Mädchen immer noch den Bundesstaaten, in denen sie geboren wurde) war depressiv und hat sich kurz nach der Trennung von Judas das Leben genommen. Der Geist ist der Vater des Mädchens uns sinnt offenbar nach Rache – oder ist es womöglich doch nicht so einfach?
Der Geist jedenfalls versucht ein ums andere Mal Judas und alle Menschen, die ihn umgeben, zum Selbstmord zu überreden. Einzig seine beiden Hunde flössen dem Verstorbenen Respekt ein und so macht sich Judas mit dem Schutz der beiden Hunde und seiner Freudin Georgia auf den Weg nach Florida. Er hofft, im Gespräch mit Floridas Schwester einen Weg zu finden, dem Spuk ein Ende zu bereiten – doch der Weg dorthin ist lang…
Blind war kein schlechter Roman, aber auch bei weitem nicht so gut wie ich es erhofft hatte.Die Gänsehaut kam mir zu kurz und so werde ich mich wieder von dem Buch trennen.
Wer es haben möchte, lässt hier einfach einen Kommentar zurück und darf sich dann sein eigenes Urteil bilden.
Blind
Gelesen: 01.01.-04.01
Seiten total: 428
Seiten/Tag: 107
Gelesene Seiten 2010: 724





